Bunker 29 noch im Oktober geöffnet

Die Geschichte Waldkraiburgs beginnt schon, bevor es die Stadt überhaupt gab. Mitten im Wald entstand ab den 1930er-Jahren ein riesiger Rüstungsbetrieb. Ausschlaggebend für den Standort war der Bahnhof im Wald. Unter dem harmlos klingenden Decknamen „Schokoladenfabrik“ wurden rund 500 Gebäude, 36 Kilometer Betonstraßen und 200 Kilometer Stromleitungen errichtet.
Eines der wenigen erhaltenen Zeugnisse dieser Zeit ist der sogenannte „Bunker 29“. Hier verarbeitete die Deutsche Sprengchemie einst Pulvermasse für die Rüstungsproduktion. Heute erinnert der Bunker an die industriellen Anfänge Waldkraiburgs.
Wer selbst einen Blick in die Vergangenheit werfen möchte, hat dazu in diesem Jahr noch zweimal Gelegenheit: Am Sonntag, den 11. Oktober, und am 25. Oktober ist das Industriemuseum Waldkraiburg-Aschau jeweils von 14 bis 16 Uhr geöffnet. Danach geht es in die Winterpause. Gruppenführungen sind noch bis Ende Oktober nach Vereinbarung möglich. Im April 2027 öffnet das Museum wieder seine Türen.